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BE_241: Wappenscheibe Abraham von Werdt
(BE_Habkern_refK_WerdtA)

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Titel

Wappenscheibe Abraham von Werdt

Art des Objekts
Künstler*in / Hersteller*in
Zwirn, Matthias · durch Quelle gesichert
Datierung
1666
Masse
32 x 20.4 cm im Licht
Standort
Lage
n III 1a
Inventar

Ikonografie

Beschreibung

Vor wolkig blauem Grund ruht das Vollwappen Abraham von Werdts auf der Rollwerkkartusche mit der Stifterinschrift. Es ist in eine verkürzte, auf einem Fliesenboden stehende Hallenarchitektur gesetzt. Diese besteht aus zwei roten Aussenpilastern mit löwenmaskengeschmückten Podesten und zwei marmorierten Innenpfeilern, über denen sich ein blauer geschweifter Bogen vor einer Galerie erhebt.

Iconclass Code
46A122 · Wappenschild, heraldisches Symbol
Heraldik

Wappen von Werdt, Abraham

Inschrift

Hr. Abraham von Werdt Alt Seckell= / Meister Teütschen Lands vnd des Rhats / Der Statt Bern: ANNO. 1666.

Signatur

Keine

Technik / Zustand

Erhaltungszustand und Restaurierungen

Einige Sprünge und Sprungbleie; die Verbleiung erneuert.

Technik

Farbloses Glas; Bemalung mit Schwarzlot, Silbergelb in zwei Tonvarianten, Eisenrot sowie blauer und violetter Schmelzfarbe.

Entstehungsgeschichte

Forschung

Abraham von Werdt (7.2.1594–Februar 1671) war ein Sohn die Landvogts Lienhard und der Lucretia Tillier. Durch seine erste Ehe mit Anna Knoblauch 1614 wurde Abraham Herr zu Toffen. Nach ihrem Tod 1625 ging er noch drei weitere Ehen ein: 1627 mit Barbara Leyot (Lyoth), Tochter des Jakob aus Burgdorf († 1628), 1629 mit Elisabeth Andreae aus der Pfalz, Tochter des Pfarrers Tobias und Witwe des Rathausammanns Gabriel von Luternau, und 1666 mit Johanna von Ernau (1617–1709), Tochter des Hektor und Witwe des Rudolf von Hallwyl. Abraham von Werdt wurde 1621 Grossrat in Bern, war 1629/30 Ohmgeldner, 1630–1636 Landvogt von Aarwangen, ab 1637 Kleinrat und 1637–1651 Salzdirektor. 1644 wurde er zum Schultheissen von Thun gewählt, er amtete jedoch vom Tag nach seiner Wahl bis 1646 als Venner zu Gerbern sowie danach 1646–1653 und 1659–1666 als Deutschseckelmeister und 1667–1671 wiederum als Venner zu Gerbern. Er verfehlte seine Wahl zum Schultheissen zugunsten seines Gegners Anton von Graffenried (1597–1674) (HLS 13/2014, S. 406f.). 1663 stiftete Abraham von Werdt als Seckelmeister und Bauherr seine in der Aarauer Fisch-Werkstatt in Auftrag gegebene Wappenscheibe in den Kirchenneubau von Gränichen (Hasler 2002, Kat.-Nr. 39). Die Scheibe, die er als Landvogt zu Aarwangen 1633 in die dortige Kirche schenkte, befindet sich im Bernischen Historischen Museum (BHM Bern, Inv. 1807). Als Seckelmeister war er auch an der Stiftung der Berner Standesscheibe beteiligt, auf der sein Wappen festgehalten ist und die Matthias Zwirn 1650 schuf (BHM Bern, Inv. 20465).

Die Seckelmeisterrechnung Berns im Weinmonat (Oktober) 1666 belegt die Autorschaft des Berner Glasmalers Matthias Zwirn, der für die Berner Standesscheibe sowie die Stiftungen der vier Venner und beiden Seckelmeister in die damals erneuerte Kirche von Habkern mehr als 16 Kronen bezog: "Mrn. Mathys Zwirn dem Glaasmahler, umb dass er Ihr g., der Statt Bern, wie auch der dahmahligen Hrn. Sekellmeistr und Venneren Ehrenwappen, In die nüwerbuwenn Kirchen zu Hapkheren, gemahlet, bezahlt lauth Zedels 16 Kr. 5 btz. Ann pf. 54 lb"(Staatsarchiv Bern, nach Keller-Ris 1915, S. 168).

Datierung
1666
StifterIn

Werdt, Abraham von (1594–1671), alter Deutschseckelmeister

Herstellungsort
Eigentümer*in

Kirchgemeinde Habkern. Die Unterhaltspflicht der sechs 1909 im Chor befindlichen Glasgemälde damals vom Staat Bern zusammen mit dem Chor an die Kirchgemeinde abgetreten (nach dem am 1. April 1940 überarbeiteten Verzeichnis der Glasgemälde in den Kirchenchören des Kantons Bern, erstellt 1936 von B. v. Rodt [Staatsarchiv Bern, Inv. BB 05.7.343]).

Bibliografie und Quellen

Literatur

Franz Thormann/Wolfgang Friedrich von Mülinen, Die Glasgemälde der bernischen Kirchen, Bern o. J. [1896], S. 47, 65.

Heinrich Oidtmann, Geschichte der Schweizer Glasmalerei, Leipzig 1905, S. 32, 249.

J. Keller-Ris, Die Fenster- und Wappenschenkungen des Staates Bern von 1540 bis 1797, in: Anzeiger für Schweizerische Altertumskunde NF 17/1915, S. 168.

Claude Hämmerly, Habkern – Eine Freundschaft, 1999., S. 30f.

Uta Bergmann, Die Freiburger Glasmalerei des 16. bis 18. Jahrhunderts, Bern 2014, Bd. 2, S. 630 (Matthias Zwirn).

Vgl.

Rolf Hasler, Glasmalerei im Kanton Aargau. Kirchen und Rathäuser, Aarau 2002.

Historisches Lexikon der Schweiz (HLS).

Weiteres Bildmaterial

Denkmalpflege Kt. Bern, Neg. Hesse (Howald) A 199/200, A 201, A 202; SNM Zürich, Neg. 9810 (Matthias Zwirn)

Bildinformationen

Name des Bildes
BE_Habkern_refK_WerdtA
Fotonachweise
© Vitrocentre Romont
Aufnahmedatum
2015
Copyright
© Kirchgemeinde Habkern
Eigentümer*in

Kirchgemeinde Habkern. Die Unterhaltspflicht der sechs 1909 im Chor befindlichen Glasgemälde damals vom Staat Bern zusammen mit dem Chor an die Kirchgemeinde abgetreten (nach dem am 1. April 1940 überarbeiteten Verzeichnis der Glasgemälde in den Kirchenchören des Kantons Bern, erstellt 1936 von B. v. Rodt [Staatsarchiv Bern, Inv. BB 05.7.343]).

Inventar

Referenznummer
BE_241
Autor*in und Datum des Eintrags
Rolf Hasler ; Sarah Keller ; Uta Bergmann 2016
Version 1.5.2 Objekte | Künstler*innen | Werkstätten | Gebäude / Institutionen | Iconclass Codes