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TG_890: Weihnachtsfenster
(TG_Steinebrunn_KatholischeKircheStGallus_TG_890)

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Titel

Weihnachtsfenster

Art des Objekts
Künstler*in / Hersteller*in
Werkstatt / Atelier
Datierung
1923

Ikonografie

Beschreibung

Mehrteiliges Rundbogenfenster mit Blankverglasung in Rechtecken und einem polygonalen Bildmedaillon im Zentrum. Darin ist die Geburt Christi gezeigt. Maria sitzt mit dem Säugling im Schoss da, während ein vor ihr kniender Hirtenjunge das Christuskind anbetet. Dahinter stehen Josef sowie ein König im Hermelinmantel, der eine Gabe darbringt. Über der Figurengruppe schwebt ein Engel mit einer Schriftbanderole. Unterhalb des Medaillons Spruchband.

Iconclass Code
11G · Engel
73B2 · die Anbetung des Christuskindes (Geburt Christi)
73B251 · die Anbetung des Christuskindes durch die Hirten (ohne Maria und Joseph)
73B57 · die Anbetung durch die Heiligen Drei Könige: sie reichen dem Christuskind ihre Geschenke (Gold, Weihrauch und Myrrhe)
Iconclass Stichworte
Inschrift

GLORIA IN EXCELSIS DEO ·
DEIN BRÜDERCHEN WIRD GOTTES SOHN ·
Gest. von / Caspar / Geser-Huber / Dorf / Häggenswyl

Signatur

Lütz u. Elmpt, Glasmaler / Emmishofen 1923. (s VII)

Technik / Zustand

Technik

Farbloses und farbiges, teils strukturiertes Glas; Bemalung mit Schwarzlot, Silbergelb und Eisenrot.

Entstehungsgeschichte

Forschung

Im Herbst 1922 beschloss die Baukommission, die neu zu erbauende Kirche Steinebrunn für 7000 Fr. mit farbigen Fenstern der Glasmalerei Lütz & Elmpt in Emmishofen auszustatten (Katholisches Kirchgemeindearchiv Steinebrunn-Egnach, B 14.1.01/1; Protokolle der Baukommission, S. 59). Weitere Offerten wurden offenbar nicht eingeholt. Als Stifter konnten Privatpersonen, der Thurgauer Klerus und der Architekt Albert Rimli gewonnen werden, zudem stiftete die Baukommission ein Fenster.
Ende 1922 präsentierte Paul Lütz der Baukommission sechs Skizzen für die Kirchenfenster (Katholisches Kirchgemeindearchiv Steinebrunn-Egnach, B 14.1.01/1; Protokoll der Baukommission vom 15. Dez. 1922, S. 65). Die Skizzen und die in der Folge ausgearbeiteten Kartons fanden grossen Anklang, – die Entwürfe stammten von einem Mitarbeiter der Firma Lütz & Elmpt, der “unter den zeitgenössischen Vertretern der Christlichen Kunst mit an erster Stelle steht” –, nicht gutgeheissen wurden jedoch Darstellungen wenig bekleideter und nackter Frauenfiguren (Katholisches Kirchgemeindearchiv Steinebrunn-Egnach, B 17.2.04/4; Briefwechsel zwischen der Baukommission und Lütz & Elmpt, März 1923).
Aus einer undatierten Postkarte geht hervor, dass Lütz & Elmpt die farbigen Gläser aus dem Ruhrgebiet bezogen. Da dieses 1923 aufgrund ausstehender Reparationen von französischen Truppen besetzt wurde, rechneten Lütz & Elmpt mit Lieferschwierigkeiten: “Die Oefen werden ausgeblasen infolge der Besetzung durch die Franzosen” (Katholisches Kirchgemeindearchiv Steinebrunn-Egnach, B 17.2.04/4; Postkarte von Lütz & Elmpt, 1923). Im September 1923 erhielt die Firma eine Auszahlung von 3’800 Franken, was darauf hindeutet, dass bis dahin ein Grossteil der Fenster eingesetzt werden konnte (Katholisches Kirchgemeindearchiv Steinebrunn-Egnach, B 17.2.04/4; Brief von Lütz & Elmpt vom 13.9.1923).
Die insgesamt dreizehn Fenster zeigen in grossen polygonalen Medaillons fünf Szenen aus dem Leben Christi sowie weitere christliche Themen: die Dreifaltigkeit, Himmel und Hölle, die Bekehrung des Saulus, Herodias mit dem Kopf des Johannes, die heilige Cäcilia, ein sich zu Gott bekennendes Liebespaar, die Parabel von Lazarus und dem Prasser, und die beiden Kirchenpatrone St. Gallus und St. Otmar. In Stil und Ausdruck sind die Glasmalereien zwar nicht mehr gänzlich dem Historismus verpflichtet. Im Vergleich mit den fast zeitgleich von Carl Roesch für die evangelischen Kirchen in Schlatt und Amriswil entworfenen Fenster sind sie insgesamt aber weniger modern und ausdrucksstark. Eine Besonderheit sind die unterhalb der Medaillons angebrachten Sprüche, die sich oft mit demjenigen im gegenüberliegenden Fenster reimen.

Datierung
1923
StifterIn

Geser-Huber, Caspar

Eigentümer*in

Katholische Kirchgemeinde Steinebrunn-Egnach

Bildinformationen

Name des Bildes
TG_Steinebrunn_KatholischeKircheStGallus_TG_890
Fotonachweise
© Vitrocentre Romont (Foto: Hans Fischer)
Aufnahmedatum
2020
Eigentümer*in

Katholische Kirchgemeinde Steinebrunn-Egnach

Inventar

Referenznummer
TG_890
Autor*in und Datum des Eintrags
Eva Scheiwiller-Lorber 2016; Katrin Kaufmann 2021